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Tipps & Trends

Gartenmöbel überwintern: Material für Material

  • 5 Min. Lesezeit

Die meisten Gartenmöbel gehen nicht im Sommer kaputt, sondern zwischen November und März. Nicht die Kälte ist das Problem, sondern Nässe, die nicht abtrocknet. Was welches Material braucht, was in den Keller muss und warum eine luftdichte Plane schlimmer ist als gar keine — Material für Material.

Die eine Regel vor allen anderen

Nicht Frost zerstört Gartenmöbel, sondern stehende Feuchtigkeit. Wasser, das in eine Fuge, eine Schraubverbindung oder ein Polster zieht und dort nicht abtrocknet, sprengt beim Gefrieren das Material, lässt Metall rosten und Textilien schimmeln. Alles, was Sie über das Einwintern wissen müssen, folgt aus diesem einen Satz: trocken einlagern, Luft ranlassen, nicht auf den nassen Boden stellen.

Deshalb ist die Reihenfolge immer dieselbe. Erst reinigen, dann vollständig trocknen lassen — und zwar wirklich vollständig, nicht bis es sich trocken anfühlt. Dann pflegen, wo es das Material verlangt. Dann einlagern oder abdecken. Wer nasse Möbel abdeckt, hat eine Feuchtkammer gebaut.

Abdeckhauben richtig verwenden

Nehmen Sie atmungsaktive Hauben mit Lüftungsschlitzen, niemals einfache Plastikplanen. Stellen Sie die Möbel auf Holzleisten oder Paletten, damit sie nicht in einer Pfütze stehen, und lassen Sie unten einen Spalt Luft. Eine dicht schließende Plane hält den Regen ab und die Feuchtigkeit fest — das Ergebnis nach dem Winter ist schlimmer als ohne.

Lounge-Garnitur aus hellem Aluminium vor blühenden Hortensien

Aluminium und Edelstahl: draußen bleiben erlaubt

Aluminium rostet nicht und ist frostfest; pulverbeschichtete Rahmen dürfen den Winter draußen verbringen. Reinigen Sie sie im Herbst mit milder Seifenlauge, kontrollieren Sie die Beschichtung auf Kratzer und bessern Sie diese aus — an offenen Stellen setzt sich Korrosion an. Edelstahl ist ebenso winterfest, zeigt aber Flugrost, wenn Eisenpartikel aus der Umgebung darauf liegen bleiben; er lässt sich mit Edelstahlpflege leicht entfernen. Bei beiden gilt: Die Rahmen können bleiben, die Polster nicht. Und wo Schrauben sitzen, im Frühjahr einmal nachziehen.

Gartensessel mit Hocker und Beistelltisch unter einem Sonnenschirm

Holz: Teak, Eukalyptus, Akazie

Teak ist von Natur aus ölhaltig und übersteht den Winter im Freien, sofern das Wasser ablaufen kann. Unbehandelt vergraut es silbergrau — das ist kein Schaden, sondern eine Oberflächenschicht, die das Holz schützt. Wer die warme Farbe behalten will, ölt einmal jährlich im Frühjahr, nicht im Herbst: Öl auf feuchtes Holz schließt die Feuchtigkeit ein. Akazie, Eukalyptus und Robinie sind weniger widerstandsfähig und gehören ins Trockene. Alle Hölzer sollten erhöht stehen, nie direkt auf Erde oder Rasen, und nicht unter einer dichten Plane, unter der sie schimmeln.

Gartentisch mit Stapelstühlen unter einem Ampelschirm

Geflecht, Kunststoff und Glas

Polyrattan aus hochwertigem Polyethylen ist UV-stabil und frostfest bis etwa minus 20 Grad — es kann draußen bleiben, sollte aber abgedeckt und erhöht stehen. Günstigere Geflechte aus PVC werden bei Kälte spröde und brechen; im Zweifel lagern Sie sie ein. Kunststoffmöbel überstehen den Winter meist gut, verfärben sich aber bei starker Sonne. Glasplatten sind der empfindlichste Teil jeder Garnitur: Sie sollten abgenommen und liegend gelagert werden, weil ein Glas, das im Rahmen einfriert, an der Kante springen kann. Sonnenschirme kommen immer trocken und geschlossen ins Haus, Ampelschirme zusätzlich ohne Bespannung, wenn diese abnehmbar ist.

Polster und Kissen: die Teile, die immer hineingehören

Polsterauflagen gehören ohne Ausnahme ins Trockene, auch die mit wasserabweisendem Bezug. Waschen oder bürsten Sie sie am Ende der Saison, lassen Sie sie mehrere Tage vollständig durchtrocknen und lagern Sie sie luftig — in einer atmungsaktiven Tasche oder Kissenbox, nicht im Plastiksack. Stapeln Sie sie nicht auf dem Betonboden, sondern auf einer Leiste oder Palette. Und prüfen Sie den Reißverschluss: Ein aufgeplatzter Bezug im Frühjahr ist fast immer ein Bezug, der feucht eingelagert wurde.

Im Frühjahr: die zehn Minuten, die sich lohnen

Bevor die Möbel wieder herauskommen, ziehen Sie alle Schrauben nach, prüfen Sie Gelenke und Rollen und fetten Sie bewegliche Teile leicht. Kontrollieren Sie die Gurte von Liegen und Klappstühlen — sie altern schneller als die Rahmen. Holz wird jetzt geölt, Aluminium bekommt die ausgebesserten Stellen, Textilene lassen sich mit Seifenlauge und weicher Bürste reinigen. Wenn eine Auflage nicht mehr zu retten ist: Für die meisten Programme gibt es Ersatzpolster nach. Fragen Sie mit dem Modellnamen und einem Foto — in Offenburg und Freiburg sehen wir für Sie nach, was der Hersteller noch führt.

Bleibt die Frage, wohin. Ein trockener Keller ist ideal, eine ungeheizte Garage gut, ein Gartenhaus je nach Dichtigkeit brauchbar. Vermeiden Sie geheizte Wohnräume für Massivholz: Der Sprung von Außenfeuchte auf 30 Prozent Raumluft lässt Fugen aufreißen. Wo gar kein Platz ist, hilft eine Hausecke, die vor Wind und Schlagregen geschützt liegt — Möbel dort auf Leisten stapeln, mit einer atmungsaktiven Haube abdecken und im Januar einmal darunter schauen. Zehn Minuten Kontrolle mitten im Winter verhindern die Überraschung im April.

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