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Küchenplanung: Ablauf, Maße und Kosten

  • 5 Min. Lesezeit

Eine Küche ist das teuerste Möbel im Haus und das einzige, das man zwanzig Jahre lang täglich benutzt. Entsprechend lohnt es sich zu wissen, was in welcher Reihenfolge passiert, welche Maße feststehen und wovon der Preis tatsächlich abhängt. Hier steht der ganze Ablauf — vom ersten Aufmaß bis zu dem Tag, an dem die Spülmaschine läuft.

Der Ablauf in sechs Schritten

Am Anfang steht das Aufmaß: Raumbreite, -tiefe und -höhe, dazu Fenster, Türen, Heizung, Wasseranschlüsse, Abfluss, Starkstrom und Lüftungsauslass. Aus diesen Maßen entsteht die Planung — meist zwei bis drei Entwürfe, weil die zweite Variante fast immer besser ist als die erste. Darauf folgt das Angebot, das jedes Gerät, jede Front und jede Arbeitsplatte einzeln ausweist. Erst danach wird beauftragt. Vor der Fertigung kommt das technische Aufmaß in der fertigen Baustelle oder im geräumten Raum — das ist der Termin, an dem Millimeter zählen. Dann Lieferung und Montage, und zum Schluss die Abnahme mit Einweisung in die Geräte.

Zwischen Auftrag und Montage liegen je nach Hersteller und Ausstattung üblicherweise sechs bis zwölf Wochen. Wer einen Umbau plant, sollte die Küche deshalb früh planen und spät montieren lassen: Der Aufmaßtermin gehört an den Anfang des Bauzeitenplans, der Montagetermin ans Ende. Bei uns sind Planung, Aufmaß und Angebot kostenlos und unverbindlich — Sie zahlen nichts, bevor Sie sich entschieden haben.

Küchenzeile in Weiß und Anthrazit mit Hochschrank, Dunstabzug und Backofen

Die Form folgt dem Raum

Die einzeilige Küche ist die Lösung für schmale Räume und offene Wohnküchen, in denen die Küche eine Wand sein soll und keine Landschaft. Sie ist die günstigste Form und die mit den kürzesten Wegen, solange die Zeile nicht länger als etwa vier Meter wird — darüber läuft man mehr, als man arbeitet. Die zweizeilige Küche verdoppelt die Arbeitsfläche und braucht einen Gang von mindestens 120 Zentimetern zwischen den Zeilen, damit sich zwei Türen gleichzeitig öffnen lassen. Weniger als 90 Zentimeter sind im Alltag ein Engpass, auch wenn es auf dem Plan noch passt.

L-förmige Küche in Betonoptik mit Eckspüle vor blauer Wand

L- und U-Küchen: die kurzen Wege

Die L-Küche nutzt eine Ecke und lässt den Rest des Raumes frei — sie ist die häufigste Form in normalen Wohnungsgrundrissen und die verträglichste mit einem Esstisch im selben Raum. Die U-Küche bietet die meiste Arbeitsfläche pro Quadratmeter und ist dort richtig, wo tatsächlich viel und oft gekocht wird. Beide leben von der Ecke, und die Ecke ist der Ort, an dem Stauraum verloren geht: Ein Karussell, ein Eckschwenkbeschlag oder eine Auszugslösung holt zurück, was ein einfacher Eckschrank verschenkt. Fragen Sie danach ausdrücklich, es steht selten von allein im Angebot.

Schwarze Kochinsel mit Holzarbeitsplatte und angesetzter Sitzbank

Die Insel: schön, und mit Bedingungen

Eine Kochinsel braucht Platz und Technik. Rund um die Insel sollten mindestens 100 Zentimeter frei bleiben, 120 sind angenehmer — und das gilt auf allen Seiten, an denen jemand vorbeigehen oder eine Tür öffnen soll. Wenn Kochfeld oder Spüle in die Insel wandern, müssen Starkstrom, Wasser und Abfluss dorthin, was im Neubau einfach und im Bestand eine Frage des Fußbodenaufbaus ist. Klären Sie das vor der Planung, nicht danach. Eine Insel, die nur Arbeitsfläche und Stauraum ist, hat diese Bedingungen nicht — und ist oft die bessere Lösung.

Die Maße, die feststehen

Die Arbeitshöhe richtet sich nach Ihnen, nicht nach dem Katalog: Als Faustregel liegt sie etwa 10 bis 15 Zentimeter unter dem angewinkelten Ellenbogen. Bei 1,70 Metern Körpergröße sind das rund 90 Zentimeter, bei 1,85 Metern eher 95 bis 100. Der Unterschied entscheidet darüber, ob Sie nach zehn Jahren Rückenschmerzen haben. Zwischen Arbeitsplatte und Oberschrank sollten 55 bis 65 Zentimeter liegen; über einem Gaskochfeld verlangt der Dunstabzug mehr Abstand als über Induktion — die genaue Zahl steht in der Montageanleitung des Geräts und ist keine Empfehlung, sondern Vorschrift.

Die Zone, an die niemand denkt

Planen Sie rechts und links vom Kochfeld je 40 Zentimeter Abstellfläche und neben der Spüle mindestens 60. Das ist der Unterschied zwischen einer Küche, die gut aussieht, und einer, in der man tatsächlich kochen kann — und es ist im Nachhinein nicht zu ändern.

Wovon der Preis abhängt

Vier Posten machen den Preis einer Küche, und drei davon sind Ihre Entscheidung. Die Korpusse und die Beschläge sind die Basis und unterscheiden sich in der Qualität deutlich weniger, als die Fronten glauben machen. Die Fronten selbst reichen von Melamin über Lack bis Echtholz und können den Preis verdoppeln. Die Arbeitsplatte reicht von Schichtstoff über Massivholz bis Naturstein und Keramik — hier liegen zwischen der günstigsten und der teuersten Variante schnell mehrere tausend Euro. Und die Geräte sind der Posten, bei dem sich am ehesten sparen lässt, ohne dass es täglich auffällt: Ein sehr guter Backofen ohne die drei Sonderprogramme kostet einen Bruchteil des Spitzenmodells.

Als Orientierung nennt die Branche für eine vollständig geplante Einbauküche mit Geräten meist einen mittleren vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Betrag — die Spanne ist so groß, weil sie von Größe, Fronten, Arbeitsplatte und Gerätemarken abhängt. Belastbar wird eine Zahl erst nach dem Aufmaß. Genau deshalb sind Planung und Angebot bei uns kostenlos: Sie sollen wissen, was Ihre Küche kostet, bevor Sie sich entscheiden, und nicht danach.

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